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Interview mit Junior Consultant Katrin Hofstadler

16.12.2022 / Lesezeit: 3 Minuten

Katrin Hofstadler, Junior Consultant bei centerline/, wuchs im schönen Niederösterreich auf und lebte viele Jahre in Krems an der Donau, bevor sie vor 10 Jahren nach Linz zog.

Privat schöpft sie viel Kraft aus ihrer Familie, verbringt ihre Freizeit gerne in der Natur, beim Wandern und Laufen. Besondere Freude macht ihr gutes Essen und auch ein gutes Glas Wein. Mit Freunden und Familie hervorragende Restaurants zu besuchen ist ein großes Stück Lebensqualität für sie.

Junior Consultant Katrin Hofstadler

Wie sah dein beruflicher Werdegang aus?

Mit Anfang 20 beendete ich meine Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin und begann am Universitätsklinikum Krems an der Donau zu arbeiten. Meinen Dienst machte ich teils auf einer geschlossenen Abteilung für Strafgefangene und teils auf einer Normalstation. Die Jahre am Krankenbett, besonders die Zeit auf der geschlossenen Abteilung, waren sehr prägend für mich.
Ich lernte, unter Druck zu funktionieren, schnelle Entscheidungen zu treffen und in Ausnahmesituationen besonnen zu agieren. Zwischenmenschlich war die Arbeit oft fordernd - dennoch bin ich der Meinung, dass kein anderer Beruf der Welt mich so viel über andere Menschen und deren Verhaltensweisen, aber auch über mich selbst, hätte lehren können. Im Krankenhaus habe ich auch meine ersten Erfahrungen im Projektmanagement gesammelt. Durch mein berufsbegleitendes Studium der Gesundheitspädagogik bekam ich die Chance, an einigen Projekten der Pflegedirektion mitzuarbeiten und später auch selbst welche zu leiten.

In meiner Karenz verwirklichte ich mir einen Kindheitstraum und orientierte mich beruflich um. Ich war einige Jahre als Trainerin im Kreativbereich tätig. In zahlreichen Workshops in Österreich und Deutschland gab ich mein Wissen über Kalligrafie und Illustration weiter. Über die Kreativwirtschaft Austria und die Creative Region Linz bekam ich die Möglichkeit, an einem Kreativwirtschafts-Coaching-Programm teilzunehmen – zu dieser Zeit habe ich dann wieder die Seite gewechselt – weg vom Kreativen, hin zum Projektmanagement. Ich unterstützte andere Kreativschaffende mit meinen Projektmanagementerfahrungen und gab ihnen einen strukturierten Rahmen, um sich ganz auf ihre kreative Arbeit konzentrieren zu können.

Vor 3 Jahren hat mich mein Weg zu centerline/ geführt – erst als Executive Assistant und seit fast 2 Jahren bin ich nun als Junior Consultant tätig. Das technische, industrielle Umfeld war anfangs durchaus neu für mich. Mein Onboarding war aber sehr intensiv, den technischen Jargon der Projektteams unserer Kund:innen verstehe ich mittlerweile und lerne durch mein ehrliches Interesse an deren Technologie tagtäglich dazu. Der Blick von außen hat auch seine Vorteile: Ich kann mich voll auf meinen Job - das Projektmanagement - konzentrieren. Denn die größte technische Kompetenz und das größte Know-how haben unsere Kund:innen selbst und daran scheitert es in den wenigsten Projekten.

Die Managing Partner der centerline/ geben mir laufend die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln – so konnte ich in den letzten 2,5 Jahren eine Ausbildung zum Agile Coach, Scrum Master und Design Thinking Coach abschließen.

Derzeit erweitere ich mein Wissen mit dem Universitätslehrgang „Organisationsentwicklung und neue Arbeitswelt“.

Was motiviert und begeistert dich?

Meine beiden Töchter motivieren mich – ich möchte ihnen ein starkes weibliches Vorbild sein. Sie sollen sehen, dass es als Frau und Mutter möglich ist, berufliche Träume und Ziele zu verwirklichen. Dass es in Ordnung ist, sich umzuentscheiden und auch Fehler zu machen. Ich möchte ihnen auch die Scheu nehmen, sich als junge Frauen für einen männerdominierten, technischen Beruf zu entscheiden.

Ich kann mich für die großen und kleinen Unterschiede zwischen Menschen begeistern, ich liebe Veränderung und nutze jede Chance, um mich weiterzuentwickeln. In der Beratung und im Training muss man für seinen Beruf brennen, es braucht die Fähigkeit, Kund:innen mitzureißen. Die Leidenschaft macht den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Ergebnis für den die Kund:innen.

Junior Consultant Katrin Hofstadler

Du hast eine Ausbildung zum Agile Coach gemacht. Was hat dich dazu bewogen?

Viele Branchen arbeiten weiterhin in hierarchisch geprägten Aufbauorganisationen. Projekte werden hier zum größten Teil mit klassischen Projektmanagement-Methoden geplant und abgewickelt. Wir erleben gerade eine sehr volatile Welt – die Energiekrise, Einschränkungen durch Covid, der Ukrainekrieg, instabile Lieferketten, Fachkräftemangel – dies alles erfordert eine rasche Reaktions- und Anpassungsfähigkeit von Unternehmen (es gilt: „fast companies outperform all the others“). Langfriste Planungen sind daher unsicher bzw. kaum zu halten. Ein agiles Mindset und eine agile Organisation helfen, entsprechend auf solche Herausforderungen reagieren zu können.

Als Agile Coach kann ich Unternehmen bei der Transformation zu einer Organisation, die flexibel, schnell und innovativ auf alle Problemstellungen der VUCA-Welt reagieren kann, begleiten und unterstützen.

Fokus ihrer Tätigkeit

  • Professionelle Beratung bei der Entwicklung und nachhaltigen Etablierung von Projekt- und Prozessmanagement in projektorientierten Organisationen
  • Beratung und Begleitung bei agilen Transformationen
  • Projektcoaching und Projektanalysen
  • Konzeption und Durchführung von agilen Projektmanagementtrainings

 

Details über alle Managing Partner sowie deren berufliche Erfahrungen finden Sie unter Unternehmen.